Arno Schmidt

Bargfeld

Die Bilder des Bargfelder Interieurs stellen eine Indiskretion dar. Es hätte den Author nicht weniger als die Bewohner geniert, sie zu Lebzeiten zu machen. Das Bargfelder Anwesen zeigt auf diesen Seiten seine intimen Details in einer Sicht von innen. Als Schmidt noch lebte, war es nur von außen zu betrachten, das Innere war quasi unsichtbar. Die Neugier der Gemeinde war enorm, sie wurde durch Anschleichen und Überfall-Besuche gestillt. Das ist nun alles nicht mehr nötig. […]

Bargfeld ist ganz und gar authentisch, und ich habe es so gelassen, Licht und Gegenstände so genommen, wie sie sind.

MR im Nachwort des Buches

Die Bildfolge in diesem ersten Arno Schmidt gewidmeten Fotoband ist dreigeteilt. Der erste Teil zeigt gewissermaßen das »Außen« – Landschaft um Bargfeld, Haus und Garten Arno und Alice Schmidts; der zweite umfaßt Ensembles im »Innen« – Bibliothek, Arbeitsplatz, Zettelkästen, Küche und Wohnstube; der dritte geht »ins Detail«.

Seite 24-27, aufgeklappte Doppelseiten
Seite 54-55
Seiten 112-113, Zettelkasten zu Abend mit Goldrand
Seiten 114-115, Zettelkasten zu Abend mit Goldrand
Seiten 128-129, spätere Schreibmaschine mit der ersten Seite von Abend mit Goldrand
Wohnhaus, Ausschnitt aus der Bibliothek, Buchseite 134+135

Dieses Buch ist für die, die etwas davon haben (oder zu haben meinen), wenn sie zusätzlich zu dem, was sie lesen können, auch etwas sehen. Wer das nicht von sich meint, wird das Buch nicht kaufen. Wer es erworben hat und dann empört von Kult und Fetisch spricht, hat etwas gesucht, was er weder in diesem Buche bekommen konnte, noch anderswo bekommen wird.

Jan Philipp Reemtsma in den Nachbemerkungen im Buch

Arno Schmidt
Bargfeld

Verlag Zweitausendeins

Auswahl der Schmidt-Zitate von Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma

142 Seiten, davon vier ausklappbare Doppelseiten mit großformatigen Bildern, erschienen 1993