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Mit Goethe in der Schweiz

Die gütige und die harte Schweiz

Wer heute eine Schweizer Reise macht, wird die »harte Schweiz« – ein 1940 von Emil Egli geprägter Begriff – kaum noch finden können. Indess spricht vieles dafür, daß es eben diese harte, wilde, unwirtliche Schweiz, die große und oft feindselige Landschaft war, die Goethe vor 200 Jahren, als junger Mann von Dreißig, auf der verschneiten Furka und auf dem kalten Gotthard suchte. Heutzutage kann man sich bei einer Fahrt über den Gotthard oder die Furka nur mit angestrengter Phantasie vorstellen, wie der Weimarer sich fortbewegt hat: Ähnlich wie die Nord- und Südpolsucher eineinhalb Jahrhunderte später. […]

Diese Bilder sollen einen Blick auf Goethes Schweiz mit den Augen von heute, von denen man die Kamera kaum noch trennen kann, öffnen. […]

Das allgegenwärtige Auto habe ich nach Möglichkeit verbannt und nur im Bilde gelassen, wenn es nicht anders ging. Es kam meinen Absichten sehr entgegen, diese Bilder vorwiegend für ein schweizerisches Publikum zu machen, die die Standardphotos zur Genüge kennt und deshalb von diesem Buch mehr erwartet.

Michael Ruetz im Nachwort

Das Buch enthält 96 Fotografien in Farbe und Schwarzweiß sowie Zitate und ausführliche Beschreibungen zu Goethes Erlebnissen an den jeweiligen Orten.

Wolkentreiben über der Furka

»Man betrachtet sie [die Wolken] nur als Gäste, als Streichvögel, die, unter einem anderen Himmel geboren, von dieser oder jener Gegend bei uns augenblicklich vorbeigezogen kommen…«

Im Reußtal

Goethes Zug durchs Wallis, über die Furka und auf den St.Gotthard »war auch ein eigentlicher Feldzug gegen alle Elemente, die sich ihnen entgegenstellten«.

Cover vdes Buches Mit goethe in der Schweiz

Mit Goethe in der Schweiz

mit Texten von Martin Müller

204 Seiten, erschienen 1979

Artemis Verlag Zürich und München